Panarea ist die kleinste und älteste der äolischen Inseln. Immerhin rund 350 Einwohner leben dort.
Zusammen mit der benachbarten, unbewohnten Insel Basiluzzo und den Klippen Spinazzola, Lisca Nera, Lisca Bianca, Dattilo und Bottaro vor der Ostküste bildet Panarea einen eigenen kleinen Archipel mit gemeinsamem vulkanischen Ursprung.
Die höchste Erhebung der Insel ist der Punta del Corvo im nordwestlichen Teil mit einer Höhe von 421 m. Im Südosten der Insel liegt das Capo Milazzese.
Die drei Dörfer San Pietro, Ditella und Drauto, deren Grenzen inzwischen fließend ineinander übergehen, befinden sich an der Ostküste. Vom Hafen in San Pietro verkehren Fähren und Tragflächenboote nach Messina, Milazzo und zu den anderen Liparischen Inseln.
Geschichte
Funde bezeugen, dass sich etwa ab 1400 v. Chr. Menschen auf Panarea niederließen, die Handel mit Sizilien betrieben. Brandspuren deuten daraufhin, dass diese Siedlung schlagartig und vermutlich durch Gewalteinwirkung zerstört wurde.
In der Antike hieß die Insel auf Grund der reichhaltigen Fauna und Flora Eunonymus (Insel der guten Vorzeichen).
Im 16. Jahrhundert suchte der Korsar Turgut Reis (auch Dragut genannt) mehrmals Unterschlupf an der Ostküste Panareas. Der Ortsname Drauto wird darauf zurückgeführt.
Tourismus [Bearbeiten]
Der Tourismus ist Haupterwerbszweig der Inselbewohner. Neben den Tagestouristen während der Sommermonate gilt Panarea als Sommertreff wohlhabender Italiener. Der schönste Strand befindet sich im Südosten an der Cala di Junco. Weitere Bademöglichkeiten an Sand- und Kiesstränden sind teilweise nur vom Wasser aus erreichbar.
Kulturell sehenswert sind die Ausgrabungen eines bronzezeitlichen Dorfes auf dem Capo Milazzese. Die Siedlung umfasste etwa 50 Rundbauten und einen rechteckigen Bau, der vermutlich als Versammlungsraum diente. Erhalten sind die Grundmauern von 23 Rundbauten sowie Mühlsteine, Kochgeschirr und Keramikvasen.
Auf der Isola di Basiluzzo, die in der Antike beliebte Sommerfrische der Römer war, befinden sich Überreste einer römischen Villa, Fußbodenmosaike und Wandmalereien. Drei Meter unter dem Wasserspiegel liegen Reste eines Landungsstegs und eines Thermalbades.
Fotos folgen.














