• Full Screen
  • Wide Screen
  • Narrow Screen
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Felle gerben

E-Mail Drucken

ACHTUNG, DER FOLGENDE  BEITRAG IST NICHTS FÜR SCHWACHE NERVEN, MÄGEN UND VEGETARIER!

Wenn man einem Tier beim Aufwachsen zusieht, ja sich auch noch liebevoll darum kümmert, ihm das beste Futter reicht, es streichelt, es vor älteren vierbeinigen Raufbolden und wilden Jägern beschützt, so ist es nicht einfach eine Schlachtung hinzunehmen, geschweige denn durchzuführen. Jedenfalls nicht für uns.

Ein Kooperationspartner hält sich auf dem Nachbarberg Ziegen, Schafe, Schweine und gelegentlich einen jungen Bullen - für den Eigenbedarf der Familie - den Eigenbedarf an Fleisch. Als er letztes Jahr wieder einen jungen Bullen erwarb kümmerten wir uns bei unseren täglichen Besuchen auch gern um ihn, wie um die anderen Tiere - dafür bekommen wir zwei Lämmer sobald unser Stall fertig saniert ist und werden noch anderweitig unterstützt.

Eine Gruppe Schaafe frisst frisches Gras.

Mit Freuden bringen wir den Tieren frisches Gras...

Ein junger Bulle teilt seine Portion Gras mit einem Schaaf.

...und köstliche Wildblumen.

Bulle bekommt Blumen.

 

Schon die Tatsache wie der Bulle sein Gras mit dem Schaaf teilte zeigt wie lieb er war. Auch regelmäßige Attacken vom riesengroßen Ziegenbock nahm er gelassen hin. - Gut im Vergleich zum jungen Bullen war der alte Ziegenbock nur eine halbe Portion, aber größer als ein ausgewachsener Marimanoschäferhund ist er doch und wenn er seine Hörner ins Fell des Bullen stieß... wendete dieser nur gelassen seinen Kopf gen Ziegenbock und ahmte seinen Stoß nach, als "Schattenboxer". Oder nahm dem Bock im Vorraus mit gesenktem Kopf, aber geduldigem Gemüt die Lust am Angriff. ...Mit der Zeit nahm der störrische Ziegenbock, Chef im Gehege den zahmen Jungbullen nicht mehr als Wiedersacher wahr, ja sie wurden sogar Freunde und schliefen nebeneinander oder führten höchstens noch spassige Showkämpfe vor.

Damit ist es nun leider vorbei. Der Bulle lebt nicht mehr. Er wurde geschlachtet. Und wir standen vor der Wahl ob wir sein Fell als Geschenk annehmen und versuchen es zu gerben, oder nicht. Wir nahmen es an - dem Bullen zur Ehre - andernfalls wäre es im Müll verottet. - Wenn ein Tier schon sterben muss, dann sollte man es auch zu schätzen wissen - wie die Indianer - und möglichst gut verwerten, dachten wir uns.

Nur wie gerbt man ein Fell?

Ein Sizilianer meinte man löst erst alle Fleischreste sowie das Fettgewebe vom Fell, ehe man es in Salwasser für ein paar Tage einlegt. Anschließend spannt man es auf einen großen Tisch und bedeckt es ordentliche mit grobem Salz. - Die weitere Behandlung war ihm aber wohl auch nicht so geläufig, jedenfalls wurden wir noch nicht so richtig schlau.

 

- Fortsetzung folgt. -

 

 

 

on Rocca Femmina und der ebenfalls herrliche Ausblick über Patti auf dem Berg bei der alten Burgruine "Gioiosa Veccia
Sie befinden sich hier Angebote Leben auf dem Bauernhof unsere Tiere Felle gerben